Dezember 2010 – gernBotschaft hilft, den Teufelskreis zu durchbrechen

Die Spots zeigen jeweils die auf wenige Sätze reduzierte Lebensgeschichte von Menschen, die unverschuldet in einen regelrechten Teufelskreis aus Arbeits-, Wohnungs- und Perspektivlosigkeit geraten – bis sich dank der Betreuung durch die Wärmestube Fürth eine neue Chance für sie auftut. Um die Arbeit der überregional anerkannten Sozialeinrichtung zu unterstützen, schlossen sich fünf Beteiligte aus der Kommunikationsbranche zusammen und realisierten gemeinsam die beiden Kinospots mit einem deutlichen Spendenaufruf im Abbinder: "Den Teufelskreis durchbrechen – hilf mit".
Wolfgang Sperber, Leiter der Wärmestube, zeigte sich beeindruckt von der freiwilligen Zusammenarbeit. Dabei übernahm die gernBotschaft die Rolle des Ideengebers, koordinierte das Gesamtprojekt und stellte zudem einen der Sprecher. Die filmische und technische Umsetzung lag in den Händen der Feldmann Media Group, die wiederum Studenten der Fachhochschule Ansbach in die Realisierung einband. Die RoWo Holding mit Tommy Stilper, der das Projekt privat iniitiert hatte, ermöglichte die Schaltung in allen Sälen des Nürnberger Cinecittà und des Fürther City-Kinos. Der freischaffende Grafiker Roland Neudert schließlich lieh einem der Betroffenen in den Spots seine Stimme.
Im Folgenden der Originalbericht aus den Fürther Nachrichten, der sich auch unter dieser Adresse nachlesen lässt:
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/kinospots-fur-die-warmestube/
Kinospots für die Wärmestube
Die Spendenaufrufe sind im Dezember im Cinecittà zu sehen
FÜRTH - Den Dezember hindurch zeigt das Nürnberger Cinecittà vor allen Filmen einen Spendenaufruf für die Fürther Wärmestube. Mit zwei Spots, die bald auch im City-Kino laufen, haben Fürther Unternehmer und Ansbacher Studenten der Wärmestube ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht.
Die beiden Werbespots enden mit derselben Szene: Dem Protagonisten wird eine Hand gereicht, die ihm helfen will, den Teufelskreis zu durchbrechen. Die beiden Werbespots enden mit derselben Szene: Dem Protagonisten wird eine Hand gereicht, die ihm helfen will, den Teufelskreis zu durchbrechen.
Der Protagonist in dem kurzen Filmchen braucht keine Minute, um seine Lebensgeschichte zusammenzufassen: "Das Ganze ging los mit der Wirtschaftskrise", sagt er. Die Firma war pleite, statt Gehalt gab’s Hartz IV, die Schulden wuchsen, es folgte der Griff zur Flasche und dann der Knast. "Und dann brauchst du jemanden, der dir zeigt, wie du da wieder rauskommst."
Plötzlich wird dem Mann, der allein auf einer Bank sitzt, eine Hand gereicht. "Hilf mit!", sagt eine Stimme, dazu wird eine Spendennummer eingeblendet. Es ist einer von zwei professionell gemachten Spots, wie sie sich Wolfgang Sperber, der Leiter der Wärmestube, nur erträumen konnte, bis Thomas Stilper, Geschäftsführer der Fürther Wolf Werbung, der Einrichtung einen Besuch abstattete.
Eigentlich wollte Stilper nur sehen, wofür er kurz zuvor ein wenig Geld gespendet hatte. Vor Ort war er beeindruckt, dass Menschen in Not in der Wärmestube nicht nur ein warmes Mittagessen, sondern auch Hilfe bei der Wohnungssuche, bei Suchtproblemen und Schulden bekommen — Hilfe, die Stilper noch mehr unterstützen wollte. Er dachte an Werbespots.
Dreharbeiten im Hofgarten
Mit ins Boot holte er die Fürther Werbeagentur gernBotschaft, die das Konzept entwickelte, und Professor Dr. Martin Feldmann von der Hochschule Ansbach, der mit einem Dutzend Studenten des Studiengangs Multimedia und Kommunikation die Produktion übernahm. Gedreht wurde im Ansbacher Hofgarten, ein Student mimte den Protagonisten, die anderen kümmerten sich um Regie, Kamera und den Schnitt.
Bei der Nachbearbeitung entschieden sich die Studenten, die Farbe herauszunehmen, ganz düster erscheinen die Aufnahmen nun. Die Firma Wolf Werbung schließlich buchte Werbezeit in allen Sälen des Cinecittà und des City-Kinos, wo die Spots ab nächstem Donnerstag laufen. Alle Beteiligten wollen der Wärmestube auch weiter unter die Arme greifen. Neue Flyer gibt es schon, als nächstes soll der Internetauftritt überarbeitet werden.
Wolfgang Sperber hofft nun, dass auch die Kinobesucher mitziehen. Zwar müsse in Fürth niemand mehr die Winternächte ohne Obdach verbringen — Menschen in Not gebe es dennoch viele.
Spenden an: Stadt Fürth, Kontonummer 18, Sparkasse Fürth, BLZ 76250000.
Stichwort Wärmestube.
