November 2010 – Mehr als Fachmesse: Siemens setzt mit gernBotschaft auf Hotspot-Kommunikation

Wie gelingt es, die Wirkung einer Messebeteiligung länger und in größerem Radius ausstrahlen zu lassen? Wie erreicht man mehr Multiplikatoren und Stakeholder – und verbessert damit den kommunikativen Return on Invest? Fragen, die auch Siemens im Vorfeld der IFAT ENTSORGA bewegten; der europäischen Leitmesse für Wasser-, Abwasser- und Umweltlösungen.
Nach einem Agenturpitch entschied sich das Unternehmen, diese Fragen gemeinsam mit der Fürther Kommunikationsagentur gernBotschaft zu beantworten. Sie hatte das Siemens-Konzept der „Hotspot-Kommunikation“ am überzeugendsten interpretiert: Die Messe ist dabei das pulsierende Zentrum, von dem Imagekommunikation, Pressearbeit, direkter Zielgruppendialog und weiter gestreute Öffentlichkeitswirkung ausgehen. Alle diese Elemente befruchten sich gegenseitig und verstärken sich in ihrer Wirkung.
Eine wesentliche Rolle in dem präsentierten Konzept spielten dabei die sozialen Netzwerke im Internet. Martina Kovarik, die das Projekt auf Agenturseite geleitet hat: „Wichtig war uns, von Anfang an möglichst viele Menschen zu motivieren, mit Siemens über Wasser, Wasserprobleme und innovative Wassertechnologie zu diskutieren. Deshalb haben wir vor, während und nach der IFAT die klassische Messekommunikation mit einer starken Präsenz in Social Media wie Facebook, YouTube und Twitter verbunden – mit vielen fundiert recherchierten oder selbst geschaffenen Inhalten. So ist ein Spannungsbogen entstanden, der gezielt zum Messeauftritt hinführte.“
Neben Artikeln, Links und interaktiven Quiz-Elementen rund um das Thema Wasser faszinierte viele Nutzer die Möglichkeit, die Entstehung der so genannten „Water-Value-Aktion“ per Video mitzuerleben. In mehrtägiger Arbeit entstand auf dem Messegelände ein großformatiges Acryl-Pflastergemälde des Künstlers Manfred Stader, das einen täuschend echten Wasserfall in 3D-Optik zeigte.
Während der Messetage selbst nutzten dann mehr als 1.300 Teilnehmer die Gelegenheit, sich in den „Abgrund“ zu stürzen oder mit einem gewagten Sprung ans trockene Ufer zu „retten“. Wer sich dabei fotografieren und das Bild auf der Facebook-Seite von Siemens veröffentlichen ließ, hatte aber nicht nur persönlichen Spaß. Jedes Teilnehmerfoto zählte auch als Beitrag zu einem Charity-Projekt, das hilft, Menschen in Kenia Zugang zu sauberem Trinkwasser zu erleichtern. Neben dem Messestand selbst bildete das 3D-Gemälde einen zweiten starken Anziehungspunkt, mit dem Siemens Aufmerksamkeits- und Sympathiepunkte sammeln konnte. Selbstverständlich wurden die Aktion und das Charity-Projekt vor, während und nach der Messe ausführlich kommuniziert – bis hin zu einem abschließenden Voting der besten Teilnehmerfotos.
Klassische Onsite-Aktivitäten und Printmaterialien ergänzten das Maßnahmenspektrum rund um die IFAT ENTSORGA. Die gernBotschaft war dabei inhaltlicher Partner des Kunden ebenso wie Rundum-Kümmerer. Entsprechend reichten die Aufgaben von der Konzeptidee über die klassische Kreativ- und Inhaltsarbeit bis zur kompletten Organisation der Live-Aktionen vor Ort; beim letzten Punkt ergänzte sich das Kreativ- und Projekt-Know-how der Agentur ideal mit den Kompetenzen der Schwesteragentur gernEvent im gleichen Haus.
Hat Siemens in Zusammenarbeit mit der gernBotschaft einen Fachmesseauftritt neu definiert? Bernhard Pluskwik, Geschäftsführer der Agentur, bewertet es so: „In dieser Konsequenz ist die Synchronisierung von Online, Social Media, Messe, Event und inhaltlich fundierter Öffentlichkeitsarbeit – angereichert um die Einbindung einer Charity-Maßnahme – absolut noch nicht selbstverständlich. Genau solche Elemente können aber erfolgreiche Hotspot-Kommunikation ausmachen. Viele Messeauftritte bieten noch Potential, mehr Menschen über einen längeren Zeitraum zu erreichen als bisher – so, wie beim IFAT-Projekt gezeigt.“
